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Wenn der Körper spricht und wir keine Zeit zum Zuhören haben – warum Selbstfürsorge im Alltag so wichtig ist
24 Tage, um Anspannung zu lösen und inneren Raum zu finden
Es gibt diese Tage, an denen wir morgens aufstehen und eigentlich schon wieder müde sind. Der Kopf ist längst bei den Aufgaben, die erledigt werden müssen. Die Gedanken springen von einem Termin zum nächsten. Nebenbei noch die Nachricht beantworten, den Einkauf planen, an das Geburtstagsgeschenk denken und bloß nichts vergessen.
Und irgendwo dazwischen meldet sich der Körper.
Vielleicht mit einem Ziehen im Nacken. Mit angespannten Schultern. Mit einem flachen Atemzug. Oder mit diesem schwer zu beschreibenden Gefühl, irgendwie nicht richtig zur Ruhe zu kommen.
„Das wird schon wieder“, denken wir und machen weiter.
Schließlich gibt es noch so viel zu tun.
Doch wann haben wir eigentlich aufgehört, uns selbst zuzuhören?
Der Körper ist kein To-do, das wir abhaken können.
Unser Körper begleitet uns durch jeden Tag. Er reagiert auf das, was wir erleben, was uns beschäftigt und was uns fordert.
Wenn wir unter Anspannung stehen, können sich beispielsweise unsere Muskeln stärker anspannen, die Atmung verändern oder wir nehmen eine innere Unruhe wahr.
Manchmal bemerken wir diese Veränderungen sofort. Manchmal erst dann, wenn wir endlich auf dem Sofa sitzen und eigentlich entspannen möchten.
Und dann passiert etwas Merkwürdiges: Der Tag ist vorbei, aber unser Körper scheint das noch nicht mitbekommen zu haben.
Die Schultern bleiben oben. Der Kiefer ist angespannt. Die Gedanken drehen weiter ihre Runden.
Wir würden gerne auf den inneren Ausschaltknopf drücken. Nur leider hat unser Nervensystem diesen Knopf nicht immer dort eingebaut, wo wir ihn vermuten.
Was wir aber tun können: anfangen, unsere eigenen Signale bewusster wahrzunehmen.
Nicht, um alles sofort verändern zu müssen. Sondern um überhaupt erst einmal zu bemerken, was gerade in uns vorgeht.
Selbstfürsorge beginnt oft viel kleiner, als wir denken.
Wenn wir das Wort Selbstfürsorge hören, entstehen schnell Bilder von Wellnesswochenenden, langen Spaziergängen, Yoga-Retreats oder einem entspannten Nachmittag mit einem guten Buch. Alles wunderbar. Aber mal ehrlich: Wie oft lässt sich das spontan in einen ganz normalen Dienstag integrieren?
Selbstfürsorge muss nicht aufwendig sein. Sie kann mit einem einzigen bewussten Moment beginnen.
Zum Beispiel:
- Die Füße für einen Augenblick auf dem Boden spüren.
- Wahrnehmen, ob die Schultern gerade angespannt sind.
- Einen Atemzug lang beobachten, wie sich der Brustkorb bewegt.
- Sich fragen: Wie geht es mir gerade eigentlich?
- Kurz innehalten, bevor man schon wieder zur nächsten Aufgabe springt.
Das klingt unspektakulär. Und genau darin liegt die Stärke. Wir müssen nicht erst unser ganzes Leben umorganisieren, um uns selbst wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Manchmal reicht es, für einen Moment aus dem automatischen Funktionieren auszusteigen.
Ein Moment zum Spüren – eine kleine Einladung zwischendurch:
Wenn Du magst, halte für einen Augenblick inne.
Spüre Deine Füße auf dem Boden.
Nimm wahr, wie Deine Schultern gerade stehen. Und frage Dich:
„Wie geht es mir gerade – wenn ich einmal nicht darüber nachdenke, wie es mir gehen sollte?“
Du musst keine Antwort finden. Es reicht, einen Moment wahrzunehmen.
Was passiert, wenn wir wieder mehr auf unseren Körper achten?
Körperwahrnehmung bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst auf körperliche Empfindungen zu richten:
- Wie fühlt sich mein Körper gerade an?
- Wo nehme ich Spannung wahr?
- Ist mir warm oder kalt?
- Wie verändert sich meine Atmung?
- Was bemerke ich, wenn ich für einen Moment still werde?
Solche Fragen können dabei helfen, die eigenen körperlichen und emotionalen Reaktionen besser kennenzulernen. Denn Körper, Gedanken, Gefühle und Nervensystem stehen in vielfältiger Wechselwirkung miteinander.
Stress kann sich körperlich bemerkbar machen. Umgekehrt können körperliche Empfindungen auch beeinflussen, wie wir uns fühlen und wie wir eine Situation erleben.
Wer lernt, genauer hinzuspüren, kann mit der Zeit ein besseres Gespür für die eigenen Bedürfnisse und Grenzen entwickeln. Dabei geht es nicht darum, jede Verspannung zu analysieren oder hinter jedem körperlichen Signal eine psychische Ursache zu vermuten.
Es geht vielmehr um eine neugierige, wertschätzende Haltung sich selbst gegenüber.
Und vielleicht auch um die Erkenntnis, dass wir nicht immer erst dann eine Pause brauchen, wenn gar nichts mehr geht.
Selbstfürsorge ist auch Prävention. Sie beginnt oft lange bevor wir merken, dass wir eigentlich eine Pause gebraucht hätten.
Der Dezember: eine Zeit voller Erwartungen – und eine Einladung zum Innehalten.
Die Vorweihnachtszeit hat etwas Besonderes. Lichter, Kerzen, vertraute Düfte, Musik und kleine Rituale können uns durch die dunkle Jahreszeit begleiten. Gleichzeitig ist der Dezember für viele Menschen eine ziemlich volle Zeit. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Berufliche Aufgaben sollen noch abgeschlossen werden. Weihnachtsgeschenke wollen besorgt, Termine koordiniert und Familienbesuche organisiert werden. Und irgendwo schleicht sich die Vorstellung ein, dass jetzt alles besonders schön, gemütlich und harmonisch sein sollte. Als wäre Weihnachten eine Art Jahresabschlussprüfung für perfekte Lebensführung. Vielleicht wäre es gerade deshalb schön, in diesem Jahr etwas anders zu machen. Nicht noch mehr auf die eigene Liste zu schreiben. Nicht noch ein weiteres Ziel zu verfolgen. Sondern sich jeden Tag ein paar Minuten zu schenken, in denen nichts erledigt werden muss. Keine Leistung. Kein Optimierungsprogramm. Kein Anspruch, besonders achtsam oder entspannt sein zu müssen. Einfach ein Moment, in dem die Aufmerksamkeit wieder bei einem selbst ankommt.
24 Tage, um wieder mehr bei sich anzukommen.
Genau aus diesem Gedanken heraus ist mein kostenloser online-Adventskalender „Spür dich frei“ entstanden. Vom 1. bis zum 24. Dezember gibt es täglich einen kurzen Audio-Impuls, der dazu einlädt, den Körper bewusster wahrzunehmen und sich selbst wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Audio-Anleitungen dauern etwa zwei bis sieben Minuten und lassen sich unkompliziert in den Alltag integrieren.
Täglich gibt es direkt ins Emailpostfach:
- 🎧 Kurze Audio-Anleitungen: Kleine Einheiten, die dabei unterstützen, die Aufmerksamkeit auf den Körper und das momentane Erleben zu richten.
- 🧘 Achtsame Körper- und Selbstwahrnehmung: Einladungen, genauer hinzuspüren und körperliche Empfindungen bewusster wahrzunehmen.
- ⭐ Reflexionsfragen und kleine Übungen: Anregungen, um eigene Bedürfnisse, Gefühle und Reaktionen besser kennenzulernen.
- 🌿 Wissen über Körper und Seele: Verständliche Impulse zu psychosomatischen Zusammenhängen, Muskulatur, Atmung und Nervensystem.
Dabei ist mir eines besonders wichtig:
Es muss nichts nachgeholt werden, wenn ein Tag verpasst wird. Nicht alle Übungen müssen mitgemacht und auch nicht jeder Impuls besonders intensiv bearbeitet werden. Vielleicht ist es gut, eine Audio-Anleitung morgens nach dem Aufstehen anzuhören. Vielleicht tut es gut, sich in der Mittagspause ein paar Minuten zu gönnen. Oder ein Impuls wird als kleiner Übergang zwischen Arbeit und Feierabend genutzt.
Es steht jedem frei zu entscheiden, was gerade passend ist. Denn Selbstfürsorge sollte nicht zu einer weiteren Aufgabe werden, die unbedingt noch erledigt werden muss.
Es muss nicht sein, erst an seine Grenzen zu kommen, um sich Aufmerksamkeit zu schenken!
Manche kennen das Gefühl, für andere schnell zu bemerken, wenn etwas nicht stimmt.
Sie hören zu, kümmern sich, organisieren, unterstützten und finden Lösungen.
Aber wie aufmerksam sind Sie sich eigentlich selbst gegenüber? Diese Fragen können helfen, einen Moment innezuhalten
- Bemerke ich, wenn ich eine Pause brauche?
- Merke ich, wenn mir etwas zu viel wird?
- Spüre ich Anspannung?
- Bekommen meine eigenen Bedürfnisse gerade keinen Platz?
- Ist es an der Zeit, mir selbst wieder ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken? Nicht irgendwann, wenn alles erledigt ist!
Sondern mitten im Leben. Mitten im Alltag. Auch im Dezember.
Spür dich frei – 24 Tage, um Anspannung zu lösen und inneren Raum zu finden.
Ich lade Dich*Sie herzlich ein, meinen kostenlosen online-Adventskalender zu entdecken. Ab dem 1. Dezember kommen 24 kleine Impulse direkt ins Emailpostfach. Es braucht dazu keine Vorkenntnisse und keine besondere Vorbereitung. Nur ein paar Minuten, als Geschenk für sich selbst.
Selbstfürsorge darf klein anfangen. Und sie darf sich gut anfühlen.
