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DIE BEHANDLUNG

Sich Zeit nehmen.

Eine klassische Sitzung nach der Rosen-Methode dauert in der Regel 60 Minuten. Sie liegen dabei auf einer Massageliege. 50 Minuten wird direkt mit den Händen berührend am Körper gearbeitet. Manchmal etwas länger, manchmal etwas kürzer. Eine Zeit zum Nachruhen schließt sich an. Meistens verlasse ich als Therapeutin in dieser Zeit das Behandlungszimmer. Es gibt Raum dem Geschehenen und Erlebten nachzuspüren, zu fühlen und sich etwas zu notieren.

WÄHREND DER BEHANDLUNG:

Normalerweise findet die Berührung direkt von Haut zu Haut wie bei einer klassischen oder therapeutischen Massage statt. Die oberste Priorität ist jedoch, dass Sie sich wohl fühlen. Die Berührung über der getragenen Kleidung ist auch möglich oder statt im Liegen im Sitzen. Vieles ist machbar. Bei Schwangeren beispielsweise kann in der Seitenlage gearbeitet werden. Immer wird der Körper an den Stellen mit einem Tuch bedeckt, an denen er nicht berührt wird.

VOR DER ERSTEN BEHANDLUNG:

Vor der ersten Behandlung ist es mir wichtig, ein paar Dinge zu erfragen beispielsweise was Sie zu mir führt und welche gesundheitlichen Beschwerden Sie begleiten. Es gibt Raum, Fragen zu klären. Daher nehmen wir uns vor der ersten Behandlung etwas Zeit für ein Gespräch (Anamnese), das 20-30 Minuten dauern kann.

Bei der Körperarbeit nach der Rosen-Methode berühren wir Menschen. Es ist eine besondere Berührung, die den Kontakt zum Körper herstellt. Wir sagen, wir haben neugierige Hände, die Verspannungen im Körper erspüren und Bereiche finden, die nicht durch Atmung bewegt werden. Die Rosen-Methode ist ein psycho-spiritueller Weg des Heilens. Es ist ein Prozess, der durch den Körper zur Wahrnehmung der Gefühle führt. Das Ziel ist, Menschen zu helfen, ihr Potenzial zu entdecken und zu nutzen.

Zu dem Prozess der Rosen-Methode gehört, Raum für Gefühle zu finden und diese Gefühle zu akzeptieren. Wenn Menschen sich selber erkennen und völlig so sein können, wie sie sind, dann zeigt sich ein vertrautes, persönliches Wissen von sich selbst. Indem wir sie mit aufnahmebereiten, aufmerksamen Händen berühren, schaffen wir Raum für die innere Stimme unserer Klienten. Aus dieser Authentizität entsteht die Akzeptanz, die Hingabe, das Erkennen des wahren Kerns. Menschen verstellen sich den Blick auf sich selbst durch Ablenkungen, Scham, Verpflichtungen, Konkurrenzverhalten usw. Erst wenn sie diese Hürden erkennen, spüren sie, wie hinderlich, eingrenzend und völlig unnötig sie sind. Der Atem kann dann frei durch den ganzen Körper strömen; Wandlung wird möglich (Rosen, Brenner et al. 2007, S. 14).

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